Kurzer Bericht von meiner Seite von der RTF Nortorf: Dies sollte meine erste RTF sein und das Fazit vorweg: Der Hammer!!!
Da Jan keinen Platz mehr im Auto für mich hatte und ich mir keins leihen konnte bin ich also um 7:21 mit dem Zug nach Bordesholm gefahren, um die gut 17Km von Bordesholm zum Start in Nortorf als Einfahren zu nutzen (zumal ich vom Firmenlauf und dem ungewohnten Gerenne ordentlichen Muskelkater hatte). In Nortorf wimmelte es von Radfahren, ich konnte Jan aber nicht entdecken, so startete ich erstmal alleine und war erstmal völlig überrascht wie geil es sich in so einer Gruppe fährt. Durch diese Euphorie begann ich dann nach den ersten 10Km wohl einen typischen Anfängerfehler, nämlich jedes Loch, was sich von dem ersten Feld zu mir hin auftat zufahren zu wollen um den Anschluss zu halten. Das gelang zwar, kostete aber viel Kraft. Diese ganze Arbeit wurde dann spätestens auf einem kurzen Kopfsteinpflasterstück zunichte gemacht.

Der Anschluss war weg und ich war ziemlich alleine zwischen zwei größeren Gruppen. Zum GLück kam so bei Km 25 eine 4er Gruppe zu mir hin, mit der ich dann in guter Zusammenarbeit bis zum ersten Depot gerauscht bin, wo ich dann auch Jan zum ersten Mal traf. Nach dem Depot hatte sich unsere Gruppe auf ca. 20-25 Mann vergrößert und bis zum 2. Stopp wurde in wirklich guter Zusammenarbeit ein flottes Tempo von ca. 35-36Km/h vorgelegt, so dass auch wenig Zeit blieb die Landschaft zu genießen. Nach dem 2. Depot war unsere Gruppe plötzlich kleiner, zuerst waren wir noch zu siebt, wobei 2 Vereinsfahrer aus Oeversee für das Tempo sorgten, aber nach der Streckentrennung 150/110 blieb mir nur eine 4er Gruppe, in der ich mich schnell als (zu dem Zeitpunkt) fittester herausstellte (man sollte aber fairer weise auch sagen, dass die anderen drei bis zu 20 Jahre älter waren als ich). Von Km85 bis kurz vorm Ziel leistete ich also alleine die Führungsarbeit, was mir komischerweise sehr leicht viel. Ein paar Km vorher fühlte ich mich echt schlecht, aber plötzlich lief es wie geschmiert, nennt man wohl 2. Luft. So ca. 5 Km vor dem Ziel kam dann plötzlich eine Gruppe mit ca. 5 Mann von hinten in der auch Jan saß, was mir ganz recht war, denn so konnte ich bis zum Ziel nochmal ein paar Meter im Windschatten genießen.
Das Härteste am ganzen Tag war dann allerdings die Rückfahrt nach Kiel, auf der mir Hände, Füße, Po und alles dazwischen wehtaten und ich mich mit einem 24er Schnitt nach Hause quälte. Die Sonne tat ihr übriges, so dass ich den Rest des Tages mit schmerzendem Kopf verbrachte...
Was bleibt ist die Erkenntnis, dass das nicht so schnell meine letzte RTF war, ich beim nächsten Mal versuchen werde etwas ökonomischer zu fahren und nicht krampfhaft mit irgendwelchen Lizenzfahren mithalten zu wollen und dass die Veranstaltung rundum super organisiert war.